Artikel: Motorrad-Glücksbringer-Glocke: Ursprung, Legende & Bedeutung
Motorrad-Glücksbringer-Glocke: Ursprung, Legende & Bedeutung
Wenn du schon einmal eine kleine Glocke unter einem Motorrad entdeckt hast, ist sie wahrscheinlich nicht nur ein dekoratives Accessoire.
Diese Glücksbringer-Glocke fürs Motorrad gehört zu einer bekannten Tradition in der Bikerwelt. Man schenkt sie einem Freund, dem Partner oder der Partnerin, einem Familienmitglied oder einem anderen Motorradfahrer, um ihm Schutz und eine gute Fahrt zu wünschen.
Vielleicht kennst du sie auch unter Bezeichnungen wie Gremlin Bell, Biker Bell, Spirit Bell oder Guardian Bell. Diese Begriffe werden im Internet häufig vermischt, obwohl sie nicht alle genau dasselbe bezeichnen: Guardian Bell ist insbesondere der Name einer amerikanischen Marke.
Doch bevor wir über Marken sprechen, kommen wir zum Wesentlichen: Warum hängen Motorradfahrer eine kleine Glocke an ihr Motorrad?
Wozu dient eine Glücksbringer-Glocke am Motorrad?
In der Bikertradition ist die Glocke vor allem ein Symbol für Schutz auf der Straße.
Eine alte Legende erzählt, dass auf den Straßen kleine, schelmische Geister ihr Unwesen treiben – die sogenannten Road Gremlins. Sie sollen für all die kleinen Ärgernisse verantwortlich sein, die Motorradfahrer nur zu gut kennen: technische Probleme, unerklärliche Pannen und andere unangenehme Überraschungen unterwegs.
Die Glocke soll diese Gremlins fernhalten.
Der Legende nach werden die Gremlins von der Glocke angezogen und darin gefangen, bevor ihr Klingeln sie vertreibt und zurück auf die Straße fallen lässt.
Natürlich handelt es sich dabei um Folklore.
Eine Glocke ersetzt weder eine geeignete Schutzausrüstung noch die Wartung des Motorrads oder eine verantwortungsvolle Fahrweise. Ihr Schutz ist symbolischer Natur.
Und genau diese Symbolik macht ihren besonderen Wert aus.
Warum schenkt man einem Motorradfahrer eine Glücksbringer-Glocke?
Das ist wahrscheinlich der schönste Teil dieser Tradition.
Traditionell wird eine Glücksbringer-Glocke von einer Person geschenkt, der der Motorradfahrer am Herzen liegt.
Ein Motorradfreund kann sie einem anderen Biker schenken. Sie kann aber genauso gut von der Partnerin, dem Partner, einem Elternteil, einem Kind oder einem Freund kommen.
Man muss also keineswegs selbst Motorrad fahren, um eine solche Glocke zu verschenken.
Die Botschaft dahinter ist letztlich ganz einfach:
„Ich denke an dich. Pass auf dich auf und komm gut nach Hause.“
Genau deshalb werden manche Motorradglocken zu viel mehr als nur einem kleinen Accessoire unter dem Motorrad.
Man erinnert sich an die Person, die sie geschenkt hat. Man erinnert sich an den Anlass. Und wenn man einige Jahre später das Motorrad wechselt, möchte man vielleicht genau diese kleine Glocke behalten, die bereits so viele Kilometer mit einem zurückgelegt hat.
Woher stammt die Legende der Gremlins?
Hier ist es wichtig, zwischen der Bikerlegende und der historisch belegbaren Geschichte zu unterscheiden.
Die Gremlins wurden nicht von Motorradfahrern erfunden.
Sie tauchen in der Folklore der Luftfahrt auf, insbesondere im 20. Jahrhundert, als Piloten und Mechaniker den Gremlins scherzhaft technische Probleme zuschrieben, die sich nur schwer erklären ließen.
Später fanden diese Wesen ihren Weg in die Popkultur und in verschiedene Geschichten rund um Technik und Mechanik.
Auch die Motorradwelt entwickelte schließlich ihre eigene Folklore rund um diese bösen Geister der Straße und die kleine Glocke, die sie fernhalten soll.
Viele Geschichten behaupten, diese Motorradtradition sei nach dem Zweiten Weltkrieg in den Vereinigten Staaten entstanden, insbesondere unter ehemaligen Soldaten, die später Motorradfahrer wurden.
Das ist eine faszinierende Geschichte, die häufig erzählt wird.
Sehr viel schwieriger ist es jedoch, mit Sicherheit festzustellen, wer die erste Glocke an einem Motorrad befestigte, wo dies geschah und zu welchem Zeitpunkt.
Daher ist es treffender, von einer Tradition und Folklore zu sprechen als von einem historisch eindeutig belegten Ursprung.
Und im Grunde passt das ziemlich gut zur Motorradkultur: Die Geschichte wurde von Garage zu Garage, von Straße zu Straße und von Biker zu Biker weitergegeben.
Guardian Bell, Gremlin Bell, Biker Bell … warum gibt es so viele Namen?
Das ist wahrscheinlich der Teil, der am meisten für Verwirrung sorgt, wenn man diese Tradition zum ersten Mal entdeckt.
Im Internet werden verschiedene Bezeichnungen für die kleinen Glocken verwendet, die an Motorrädern angebracht werden.
Gremlin Bell bezieht sich direkt auf die Gremlins aus der Legende.
Biker Bell oder Motorcycle Bell sind beschreibende Bezeichnungen, die im englischsprachigen Raum verwendet werden.
Spirit Bell bezieht sich stärker auf die Vorstellung vom Schutz vor bösen Geistern.
Und dann gibt es noch Guardian Bell.
Dieser Begriff ist im Internet so weit verbreitet, dass er manchmal so verwendet wird, als wäre er eine allgemeine Bezeichnung für alle Glücksbringer-Glocken fürs Motorrad.
Dabei gibt es einen wichtigen Unterschied.
Guardian Bell ist auch eine amerikanische Marke
GUARDIAN BELL ist eine in den Vereinigten Staaten eingetragene Marke des amerikanischen Unternehmens Integrity Bells, LLC d/b/a Guardian Bells, LLC.
Daher ist es wichtig, zwischen der allgemeinen Tradition der Glücksbringer-Glocke fürs Motorrad und den Marken zu unterscheiden, die ihre eigene Interpretation dieser Tradition anbieten.
Eine Guardian Bell ist ein Produkt der amerikanischen Marke Guardian Bell.
Eine MocyBell ist ein Produkt der französischen Marke MocyBell.
Beide bewegen sich in derselben kulturellen Welt der Glücksbringer-Glocken für Motorradfahrer, sind aber zwei unterschiedliche Marken.
Guardian Bell in den USA, MocyBell in Frankreich: Wo liegt der Unterschied?
Die Bikertradition hat sich weit über ihre ursprünglichen Grenzen hinaus verbreitet.
In den Vereinigten Staaten hat Guardian Bell seine eigene Welt rund um die amerikanische Tradition der Motorcycle Bell entwickelt.
In Frankreich wurde MocyBell in der Auvergne gegründet, mit dem Wunsch, eine eigene Interpretation dieser Tradition zu schaffen.
MocyBell versucht also nicht, eine „französische Guardian Bell“ herzustellen.
Eine MocyBell ist eine MocyBell.
Die Marke besitzt ihre eigene Welt, ihre eigenen Designs und Kollektionen. Dabei gibt es eine wichtige Besonderheit bei der Herstellung: Die MocyBell-Glocken werden aus 316L-Edelstahl gefertigt.
Dieses Material wird unter anderem wegen seiner hohen Korrosionsbeständigkeit geschätzt – ein offensichtlicher Vorteil für einen kleinen Gegenstand, der ein Motorrad auf der Straße begleitet und dabei Wind und Wetter ausgesetzt ist.
Doch der Unterschied beschränkt sich nicht auf das Material.
Bei MocyBell geht es auch darum, eine Glocke passend zu der Person auszuwählen, die sie erhalten soll, und zu der Botschaft, die man ihr mitgeben möchte.
Heiliger Christophorus, Wolf, Baum des Lebens, Biker-Motive, Botschaften für einen geliebten Menschen …
Die Glocke bleibt ein Symbol des Schutzes, doch ihr Motiv kann ihr eine noch persönlichere Bedeutung verleihen.
Muss eine Glücksbringer-Glocke unbedingt geschenkt werden?
Eine der Regeln, die unter Motorradfahrern am häufigsten weitergegeben wird, lautet:
„Eine Glocke kauft man nicht für sich selbst, man bekommt sie geschenkt.“
Natürlich hindert dich in Wirklichkeit nichts daran, eine Glocke für dein eigenes Motorrad zu kaufen.
Der Tradition nach hat eine als Geschenk erhaltene Glocke jedoch eine besondere Bedeutung.
Einige Versionen der Legende erzählen sogar, dass ihre Schutzwirkung stärker sein soll, wenn sie einem geschenkt wurde.
Ob man daran glaubt oder nicht, bleibt jedem selbst überlassen.
Viel greifbarer ist jedoch, dass eine Glocke, die man von jemandem geschenkt bekommt, sofort ihre eigene Geschichte erhält.
Sie ist dann nicht mehr einfach nur eine Glocke, die man selbst ausgesucht hat.
Es ist die Glocke, die dein Sohn dir vor einem Roadtrip geschenkt hat.
Die Glocke, die du von deiner Partnerin oder deinem Partner zum neuen Motorrad bekommen hast.
Die Glocke eines Freundes, mit dem du Tausende von Kilometern geteilt hast.
Und daran ist nichts abergläubisch.
Kann man einem Motorradfahrer eine Glocke schenken, wenn man selbst nicht Motorrad fährt?
Natürlich.
Es gibt keine Regel, nach der ein Motorradfahrer seine Glocke unbedingt von einem anderen Motorradfahrer erhalten muss.
Oft ist sogar das Gegenteil der Fall.
Die Tradition bekommt eine besonders schöne Bedeutung, wenn jemand, der selbst nicht Motorrad fährt, einem geliebten Menschen ein kleines Symbol des Schutzes mit auf den Weg geben möchte, damit er sicher wieder nach Hause kommt.
Deshalb kann eine Motorradglocke ein sehr persönliches Geschenk für den Partner oder die Partnerin, den Vater, die Mutter, den Sohn, die Tochter oder einen befreundeten Motorradfahrer sein.
Entscheidend ist nicht, ob die Person, die sie verschenkt, selbst einen Motorradführerschein besitzt.
Es zählt die Absicht hinter dem Geschenk.
Wo befestigt man eine Glücksbringer-Glocke am Motorrad?
Der Legende nach sollte die Glocke möglichst weit unten am Motorrad angebracht werden.
Der Grund dafür ist amüsant: Da sie das Motorrad vor den Gremlins der Straße schützen soll, soll sie ihnen begegnen, bevor sie überhaupt auf die Maschine klettern können.
In der Realität gibt es allerdings eine viel wichtigere Regel:
Sicherheit geht vor Legende.
Die Glocke muss sicher an einer geeigneten, festen Stelle des Motorrads befestigt werden.
Sie darf niemals mit einem Rad, der Kette, dem Riemen, Teilen der Bremsanlage oder anderen beweglichen Bauteilen in Berührung kommen können.
Außerdem sollte sie nicht an einer Stelle angebracht werden, an der sie den Boden berühren, Bedienelemente beeinträchtigen oder übermäßiger Hitze ausgesetzt sein könnte.
Der ideale Befestigungspunkt hängt daher vom jeweiligen Motorrad ab.
Suche nach einem festen Punkt, der möglichst tief liegt und gleichzeitig vollkommen sicher ist.
Schließlich soll die Glocke klingeln – und deinem Mechaniker nicht zusätzliche Arbeit bescheren.
Sollte man die Glocke abnehmen, wenn man sein Motorrad verkauft?
Auch hierfür gibt es keine offizielle Regel.
Wenn dir deine Glocke jedoch geschenkt wurde und sie für dich einen emotionalen Wert besitzt, ist es völlig natürlich, sie beim Motorradwechsel zu behalten.
So kann sie dich auch auf deiner nächsten Maschine weiter begleiten.
Und wenn du sie bei dem Motorrad lassen möchtest, das du verkaufst?
Dann gibt es eine schöne Möglichkeit, den Geist der Tradition zu bewahren: Nimm die Glocke zunächst ab und überreiche sie anschließend persönlich dem neuen Besitzer, während du ihm ihre Geschichte erzählst.
So wird sie wieder zu dem, was eine Motorradglocke der Tradition nach sein sollte:
ein Geschenk von einem Biker an einen anderen.
Wie wählt man eine Motorradglocke als Geschenk aus?
Man könnte einfach die schönste auswählen.
Bei einem Geschenk gibt es jedoch eine viel persönlichere Möglichkeit:
Wähle die Glocke, die etwas über die Person erzählt, die sie bekommen soll.
Der Heilige Christophorus kann für den Schutz von Reisenden und für den Weg stehen.
Ein Baum des Lebens kann an die eigenen Wurzeln, die Familie oder die Verbindungen erinnern, die uns durchs Leben begleiten.
Ein Wolf kann aufgrund dessen gewählt werden, was er für die Person symbolisiert: Unabhängigkeit, Instinkt oder die Zugehörigkeit zu einem Rudel.
Eine Glocke mit einer Botschaft wie „I Love You – Ride Safe – Come Home“ braucht kaum eine Erklärung, wenn sie von der Person geschenkt wird, die zu Hause auf den Motorradfahrer wartet.
Andere bevorzugen vielleicht einen Totenkopf, einen Helm, einen Motor oder einfach ein Symbol, das zu ihrer Welt passt.
Es gibt keine richtige oder falsche Wahl.
Die richtige Glocke ist oft diejenige, bei der man sofort versteht, warum sie genau für diese Person ausgewählt wurde.
Ist die Glocke wirklich ein Glücksbringer?
Das hängt wahrscheinlich mehr vom Motorradfahrer als von der Glocke ab.
Manche halten sich genau an die Tradition.
Andere mögen einfach die Legende.
Manche glauben überhaupt nicht an Gremlins und würden trotzdem niemals ohne die kleine Glocke losfahren, die ihnen ihre Frau, ihr Mann, ihre Kinder oder ein Motorradfreund geschenkt haben.
Vielleicht ist genau das der Grund, warum diese Tradition bis heute weiterlebt.
Die Glocke ist klein genug, um fast vergessen zu werden, aber gleichzeitig persönlich genug, um bei jeder Fahrt an jemanden oder etwas Wichtiges zu erinnern.
Man kann sie als Glücksbringer, Talisman, Aberglauben oder einfach als Geschenk betrachten.
Für viele Motorradfahrer hängt ihr wahrer Wert vor allem von einer Frage ab:
Wer hat sie dir geschenkt?
Häufig gestellte Fragen
Wozu dient eine Glocke am Motorrad?
In der Bikerlegende schützt sie den Motorradfahrer vor Gremlins und Unglück auf der Straße. Heute wird sie vor allem als Glücksbringer und Symbol des Schutzes getragen.
Warum sollte eine Motorradglocke geschenkt werden?
Der Tradition nach soll die Schutzwirkung der Glocke stärker sein, wenn man sie von einer Person erhält, der man am Herzen liegt. Abseits des Aberglaubens verleiht ihr das Geschenk vor allem einen besonderen emotionalen Wert.
Kann ich meine Motorradglocke selbst kaufen?
Ja. Nichts spricht dagegen. Die Tradition bevorzugt lediglich das Schenken, weil die Glocke dann auch die Verbindung zwischen der Person, die sie trägt, und der Person, die sie geschenkt hat, symbolisiert.
Wo sollte man die Glocke am Motorrad anbringen?
Traditionell möglichst weit unten an der Maschine. In der Praxis solltest du immer einen festen und sicheren Befestigungspunkt wählen, der ausreichend Abstand zu Rädern, Kette oder Riemen, Bedienelementen, beweglichen Teilen und Bereichen mit starker Hitze bietet.
Sind Guardian Bell und Gremlin Bell dasselbe?
Die Begriffe werden häufig im Zusammenhang mit derselben Tradition der Glücksbringer-Glocke fürs Motorrad verwendet. Guardian Bell ist jedoch auch eine eingetragene amerikanische Marke, während Gremlin Bell auf die Gremlins aus der Bikerlegende Bezug nimmt.
Ist MocyBell eine Guardian Bell?
Nein. MocyBell und Guardian Bell sind zwei unterschiedliche Marken. MocyBell ist eine französische Marke aus der Auvergne, die ihre eigene Interpretation der Tradition der Glücksbringer-Glocke fürs Motorrad entwickelt.
Kann man eine MocyBell verschenken, wenn man selbst kein Motorradfahrer ist?
Ja. Bei der Tradition geht es vor allem um die Geste und darum, einem Menschen, der sich auf den Weg macht, zu zeigen, dass man an ihn denkt.
Kann ich meine Glocke behalten, wenn ich das Motorrad wechsle?
Ja. Wenn sie dir geschenkt wurde und dir etwas bedeutet, spricht nichts dagegen, sie an deinem neuen Motorrad anzubringen. Achte dabei erneut darauf, einen sicheren Befestigungspunkt zu wählen.
Eine kleine Glocke, viele Geschichten
Bei MocyBell ist es genau diese Seite der Tradition, die uns besonders gefällt.
Eine Glocke kann aus derselben Werkstatt stammen wie eine andere, doch sobald sie verschenkt wird, bekommt sie ihre ganz eigene Geschichte.
Sie kann für das erste Motorrad stehen, einen Geburtstag, den Beginn einer Reise, eine Freundschaft zwischen zwei Bikern oder einfach für den Wunsch, einem Menschen zu sagen, dass er auf sich aufpassen soll.
In diesem Geist entwickeln wir unsere MocyBell-Modelle in der Auvergne: Motorradglocken aus 316L-Edelstahl mit unterschiedlichen Symbolen und Botschaften, damit jeder genau die Glocke finden kann, die zu der Person passt, der er sie schenken möchte.
Denn am Ende ist die schönste Geschichte einer Motorradglocke vielleicht gar nicht ihre Legende. Sondern die Geschichte der Person, die sie dir geschenkt hat.


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